The Wurst Agency — Bank Austria Megacard Escape Room - Creative Strategy
Kategorie:
Creative Strategy
Auszeichnung:
Shortlist (2025)
Auftraggeber:in:
UniCredit Bank Austria
Warum baut eine Bank einen Escape Room, steckt eine Gruppe von Eltern und deren Teenager hinein und schaut zu, was passiert? Weil Finanzentscheidungen in Familien getroffen werden – und das erste Jugendkonto nicht nur die Kinder begeistern, sondern auch die Eltern überzeugen muss. Die strategische Idee hinter der Kampagne? Finanzbildung und Kontoeröffnung als gemeinsames Erlebnis inszenieren. Statt klassischer Bankwerbung entwickelten wir ein immersives Format: Ein Escape Room, in dem Eltern- und Teen-Influencer*innen echte Finanzfragen lösen mussten. Die Strategie führte direkt zur Kreation: ein unterhaltsames Social-First-Format, das sowohl Awareness schuf als auch messbare Kontoabschlüsse steigerte. Als Always-on-Kampagne lief „Megacard Escape Room“ das ganze Jahr über.
Insight:
Die Ausgangsbeobachtung: In österreichischen Familien haben Teenager heute mehr Einfluss denn je, wenn es um die Wahl ihres ersten Bankkontos geht. Die Entscheidung basiert dabei nicht nur auf klassischen „Sign-up Benefits“, sondern zunehmend auf der Wahrnehmung der Marke – und diese wird bei jungen Zielgruppen maßgeblich über Social Media geprägt.
Gleichzeitig gilt: Die endgültige Entscheidung liegt (noch) bei den Eltern. Und hier zeigt sich ein interessanter Mechanismus: Viele Eltern wählen für ihre Kinder einfach „ihre“ Hausbank. Doch wenn ein Kind den Wunsch klar äußert, zu einer anderen Bank zu wechseln – und dafür gute Gründe hat –, dann folgen Eltern häufig dem Wunsch des Kindes.
Bedeutung: Wir müssen nicht nur rational überzeugen – wir müssen den Wunsch im Kind entfachen. Und dafür braucht es ein Kampagnenkonzept, das gleichzeitig bei Jugendlichen relevant und für Eltern akzeptabel ist.
Vertiefende Consumer Insights & Marktmechaniken
1. Die neue Jugend-Bankpower
Laut Studien (z. B. Youth Marketing Strategy Report, Voxburner) wünschen sich Jugendliche mehr finanzielle Eigenverantwortung, je früher desto besser. Besonders im Alter von 14–17 Jahren entsteht ein starkes Bedürfnis nach Unabhängigkeit, Identitätsbildung und Mitbestimmung – gerade bei Konsum- und Finanzthemen.
Gleichzeitig sind sie Marketing-Profis in eigener Sache: Wenn sie etwas wollen, bereiten sie ihre Argumente vor. Sie vergleichen Angebote, verweisen auf Influencer-Content oder teilen Inhalte mit den Eltern. Das macht sie zu einer entscheidungsstarken Sub-Zielgruppe mit echtem Hebel.
2. Der Bank-Content-Faktor
Banken konkurrieren längst nicht mehr nur mit Zinsen und Gebühren, sondern mit Content, Community und Coolness. Besonders Gen Z orientiert sich bei der Wahl von Marken an deren digitalem Auftreten.
Eine Studie von Edelman (Trust Barometer) zeigt: Für junge Zielgruppen ist Brand Trust direkt mit Content-Kompetenz auf Social Media verknüpft. Wer schlecht kommuniziert, wird als irrelevant wahrgenommen – unabhängig vom Produktangebot.
Für Banken bedeutet das: Wer online nicht sichtbar und ansprechend ist, existiert nicht.
3. Eltern als Gatekeeper mit offenen Ohren
Eltern wollen ihren Kindern gute, zukunftsfähige Entscheidungen ermöglichen – besonders bei „ersten Male“-Themen wie dem ersten Bankkonto. Und sie lassen sich überzeugen, wenn der Wunsch vom Kind kommt und gut begründet ist.
Der Wechsel zur „Bank XY“ ist für Eltern oft kein Dealbreaker, wenn:
+ das Kind motiviert ist,
+ das Angebot solide wirkt,
+ und die Kommunikation klar und vertrauenswürdig erscheint.
+ Das bedeutet: Die Eltern müssen nicht überzeugt, sondern mitgenommen werden.
Der den Influencer-Effekt:
Zusätzlich setzten wir auf gezielt ausgewählte Influencerinnen, um die Reichweite zu maximieren und eine authentische Verbindung zur Zielgruppe zu schaffen. Die Kombination aus Teenager- und Eltern-Influencerinnen sorgte für doppelte Wirkung: Jugendliche fühlten sich direkt angesprochen, während Eltern die Entscheidung für die Megacard aktiv mittrafen. Durch die bestehenden Communities der Influencer*innen wurde der Content organisch verstärkt, erhöhte das Engagement und machte die Kampagne über klassische Werbemaßnahmen hinaus zur viralen Erfolgsgeschichte.
Warum diese Kampagne ein perfekter Fit ist?
Dual Targeting: Das Kampagnenkonzept schafft eine Brücke zwischen Eltern und Teenagern – nicht über Kompromisse, sondern durch Entertainment, das beiden Seiten etwas bietet: Humor, Spannung, Wiedererkennung.
Social-first statt Produktblatt: Der Escape Room als Format ist relevant, trendig und performt auf Social Media, wo Markenbildung bei der Zielgruppe beginnt – und nicht in der Filiale.
Relatability statt Werbesprech: Durch Influencer*innen, Challenges und situativen Humor wird Content produziert, der nicht nach „Bankwerbung“ aussieht – aber dennoch die Marke stark verankert.
Storytelling mit Conversion-Potential: Der Escape Room war nicht nur Gimmick, sondern funktionales Storytelling: Wer „entkommt“, bekommt die Megacard – und das fühlte sich verdient an.
Idea:
Jugendliche haben heute mehr Mitspracherecht denn je, wenn es um ihr erstes Bankkonto geht. Doch am Ende haben die Eltern das letzte Wort. Die Herausforderung? Beide überzeugen – ohne die Coolness für die Jugendlichen zu verlieren.
Unsere Lösung: Der Megacard Escape Room.
Ein gamifiziertes, hochspannendes Erlebnis, bei dem Teenager und ihre Eltern als Team antreten und sich durch knifflige Finanzrätsel kämpfen – mit all den Emotionen, dem Chaos und der Dynamik, die das mit sich bringt.
Doch das war nicht nur eine einmalige Aktion – die Kampagne war turnierbasiert, baute über mehrere Runden Spannung auf und aktivierte nicht nur die Influencer*innen, sondern auch ihre Community.
1. Eltern & Teenager als Team – Finanzwissen trifft Entertainment
Wir entwickelten einen Escape Room, in dem die Challenges rund um Geld, Budgetplanung und finanzielle Entscheidungen aufgebaut waren.
Kniffelige Finanzrätsel mussten gemeinsam gelöst werden – nur mit Teamwork konnte das Duo entkommen.
Eltern brachten Lebenserfahrung mit, Teens ihre digitale Cleverness.
Die Aufgaben spiegelten echte finanzielle Herausforderungen wider – spielerisch, aber mit echtem Lerneffekt.
Jede Challenge war so designt, dass sie:
+ Finanzielles Wissen vermittelt, ohne belehrend zu sein.
+ Generationendynamik nutzt – manchmal war der Teen smarter, manchmal die Eltern.
+ Spannend & lustig ist – denn echtes Lernen passiert dort, wo Emotionen im Spiel sind.
+ Voll Social-Media-tauglich bleibt – perfekt für Video-Snippets, Memes und Highlight-Momente.
2. Turnier-Struktur – Spannung & Langzeitwirkung
Um das Konzept nicht nur als Event, sondern als mitreißende Kampagne aufzubauen, setzten wir auf eine mehrstufige Turnier-Struktur mit einem großen Finale:
Drei Qualifikationsturniere:
In jedem Event traten neue Influencer-Teen-Eltern-Duos gegeneinander an.
Jedes Mal neue Rätsel, neue Emotionen – dadurch blieb der Content frisch.
Am Ende jeder Runde qualifizierte sich ein Team fürs große Finale.
Das Grand Final:
Die besten Duos aus den Vorrunden traten gegeneinander an.
Größere Herausforderungen, höhere Einsätze, noch mehr Drama.
Die Megacard war der verdiente Preis – wer es schaffte, war bereit für ein eigenes Konto.
Diese episodische Struktur sorgte für mehr Spannung, eine wachsende Fanbase und Community-Beteiligung.
3. Influencer-Einbindung – Die Community wurde mitgerissen
Wir setzten gezielt auf Influencer-Paare (Teen + Elternteil), die in ihrer Zielgruppe stark verankert sind.
Warum das funktioniert hat:
+ Echter Teamspirit – Die Kombination aus Influencer-Teens und ihren Eltern machte die Challenges emotional und authentisch.
+ Organische Community-Aktivierung – Influencer erstellten ihren eigenen Content, ihre Follower waren sofort involviert.
+ Nachfrage aus der Community – Die Escape Room-Idee war so fesselnd, dass Fans fragten:
„Können wir das auch machen?!“
Das zeigt: Die Kampagne war mehr als nur Werbung – sie fühlte sich an wie ein echtes Event, das man erleben wollte.
4. Content-Strategie – Awareness & Performance clever kombiniert
Um Reichweite zu maximieren und gleichzeitig Sign-ups zu generieren, haben wir den Content in zwei strategische Schienen aufgeteilt:
Long-Form Content (YouTube) – Das volle Erlebnis
Lange Videos mit Storytelling-Fokus, die die Turniere als spannende Challenges aufbereiten.
Designed für hohe Watchtime & Community-Building – damit Fans dranbleiben.
Short-Form Content (Social Media) – Viralität & Conversion
Snackable, schnelle Clips, die das Beste aus den Challenges in viralen Momenten zusammenfassen.
Optimiert für:
+ Maximale Shares & Engagement – Meme-würdige Highlights, witzige Fails, unerwartete Wendungen.
+ Conversion-Push – Zielgerichtete Clips mit klarer CTA für die Megacard.
+ Natürliche Interaktion – Zuschauer kommentierten, diskutierten und teilten ihre eigenen „Escape Room“-Erfahrungen.
Ergebnis: Die Short-Form-Videos wurden zum Treiber für organische Awareness und Engagement, genau wie geplant.
5. Warum diese Kampagne ein Perfect Match war
+ Gamification & Interaktion – Jugendliche lieben interaktive Formate. Ein Escape Room, den sie mit ihren Eltern spielen, ist nicht nur unterhaltsam, sondern bleibt hängen.
+ Finanzbildung ohne Langweile – Niemand will trockene Banking-Facts hören. Durch das Escape Room-Format wurden finanzielle Skills spielerisch erlebbar.
+ Echtes Storytelling – Der Mix aus Humor, Wettkampf und Zusammenarbeit machte den Content relatable und emotional. Die Eltern-Teenager-Dynamik war Gold wert.
+ Perfekt für Social Media – Der Content fühlte sich nativ für TikTok, Instagram & YouTube an – nicht wie klassische Werbung.
Creative Lead:
The Wurst Agency (Wien)
Digital Agency:
The Wurst Agency GmbH
Creative Director:
Jacob Moss
Film Director:
Christoph Huber
Producer:
Anna Lena Wagner, Sebastian Somloi
Strategy Director:
Jacob Moss
Assistant Camera:
Alex Köfler
Camera:
Luis Hofmeister
Make-up:
Cornelia Lohner
Set Design:
Sebastian Somloi
Set design:
Teo Barnert
Media Agency:
Carat